23.08.2011 - Der Mann mit dem goldenen Gunfinger

 

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Da sich die überwältigende Mehrheit in unser Online-Umfrage dafür ausgesprochen hatte, dass wir die Bootstour von Phang Nga aus zur James Bond-Insel machen sollten, quälten wir uns nach einem Wettercheck (strahlender Sonnenschein!) aus dem Bett, frühstückten recht zügig, um uns um acht Uhr auf den Weg zu machen. Die ziemlich kurvigen 70 km, für die wir laut Navi 100 min brauchen sollten, legten wir dank Sebastians rasanter Fahrweise (Colin McRae sei Dank) in 70 min zurück. So waren wir um kurz nach neun in der Bucht von Phang Nga, wo wir direkt von vielen Bootsverleihern empfangen wurden, die sich todesmutig und wild mit Schildern wedelnd vor unser Auto stürzten, um uns als Kunden zu gewinnen. Echt nervig! Weil wir darauf keine Lust hatten, fragten wir im Visitor Center nach, die uns an den Pier gegenüber verwiesen, wo wir nach kurzem Verhandeln für fast die Hälfte des Ursprungspreises ein Longtailboat für uns alleine mieteten. Das war deutlich netter als die vollbesetzten großen Boote, auf denen sich ganze Busladungen befanden. (Hier in der Gegend bietet jedes Hotel Tagesausflüge nach Phang Nga an.) So fuhren wir also bei bestem Wetter – Sonnenschein und blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken – zunächst an Mangrovenwäldern vorbei Richtung Meer, erst entlang des Pudelfelsens, der einem Pudel ähneln soll, was wir allerdings nicht nachvollziehen konnten, anscheinend haben die Thais noch nicht so oft Pudel gesehen. Als nächstes sahen wir an einem Felsen angeblich 3000 Jahre alte Höhlenmalereien, die Fische und Menschen als Jäger darstellen, bevor wir an dem Muslimdorf Panyi, einer Pfahlbausiedlung mit etwa 1400 Einwohnern, vorbeifuhren. Hier halten die großen Touristenboote und die Insassen werden vom Anlegesteg direkt in eines der Restaurants geschleust. Da wir dazu keine Lust hatten, sahen wir von einem Halt ab und schipperten weiter Richtung Ko Tapu, dem James-Bond-Felsen, immer vorbei an anderen schönen Buchten und kleinen Inseln aus Kalksteinfelsen, von deren Wänden Stalaktiten zum Teil bis ins Wasser herabhängen. In der Bucht von Khao Ping Gun gingen wir dann eine halbe Stunde vor Anker und erkundeten die bizarren Felsformationen. Vor dem James-Bond-Felsen mussten natürlich einige Fotos gemacht werden.

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Anschließend ging es auf den Rückweg und nach zweistündiger Bootstour legten wir wieder am Pier an. Jetzt wollten wir möglichst schnell zurück zum Hotel, um nach einem leckeren Mittagessen in einem kleinen thailändischen Straßenrestaurant noch den zweiten Teil unseres Tagesvorhabens in die Tat umzusetzen: im Pool planschen, sonnen, lesen und Massage am Strand. Da Sebastian allerdings von der Sonne und dem Schwimmen so müde geworden war, dass er sich ein bisschen ablegen musste, nahm Anne die Massage alleine in Angriff. Dafür ging es erstmal zehn Minuten am Strand entlang, bis man zu kleinen Hütten kam. Diese Hütten waren im Prinzip nichts anderes als ein sehr großes Bettgestell mit Dach und Vorhängen rundherum. Hier legte ich mich auf eine Matratze und genoss eine im Vergleich zur klassischen Thaimassage sehr sanfte Ganzkörper-Ölmassage. Das Geräusch der Wellen und des Windes unterstützte die entspannende Wirkung der Massage und ich fühlte mich großartig danach. Statt einer Stunde hatte mich die nette Masseurin sogar 80 min massiert – und das für nur 7,50 €. Ein Traum!


IMG_0397Als ich zum Hotel zurückkam, erwartete mich Sebastian schon an der Bar sitzend mit zwei Cocktails vor sich, um die letzten zehn Minuten der Happy Hour auszukosten. Dermaßen gut versorgt wäre ein richtig schöner Sonnenuntergang passend gewesen, aber leider waren schon wieder dicke schwarze Wolken aufgezogen, die baldigen Regen ankündigten. Dieser war jedoch diesmal nur kurz und heftig, dennoch hatten wir keine Lust das Hotel zum Essen zu verlassen und bestellten noch einmal dasselbe wie tags zuvor, da es uns so gut geschmeckt hatte. Leider ist dies unser letzter Abend hier, denn hier in diesem netten, kleinen Resort würden wir jederzeit wieder Urlaub machen. Andererseits sind wir aber natürlich auch voller Vorfreude auf unseren einwöchigen Aufenthalt auf Kho Phi Phi!



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