Das heutige Tagesziel ist Khao Lak an der Westküste Thailands. Als wir nach dem Frühstück gegen 10 Uhr aufbrachen, entschieden wir uns spontan eine etwas längere Strecke in Kauf zu nehmen, die laut Reiseführer aber auch durch eine der schönsten Gegenden Thailands führen sollte. Also fuhren wir nicht wie von der Navi vorgeschlagen von Chumphon aus ziemlich direkt rüber zur Westküste und diese dann herunter, sondern blieben im Osten und setzten unseren Weg bis Surat Thani über die Schnellstraße 4 bzw. 41 fort und nahmen dort die Abzweigung Richtung Ta Kuapa gen Westen. Diese Strecke entlang eines Nationalparks war wirklich traumhaft schön. Die 120 km durch die Berge führten uns an hohen, bewachsenen Kalkfelsen, Flüssen, Palmen und Urwald vorbei und boten immer wieder tolle Ausblicke, wo wir anhielten und Fotos machten. Zunächst war das Wetter noch gut, aber mit der Zeit zog es sich immer mehr zu und schließlich regnete es bis zu unserer Ankunft im Chong Fah Beach Resort. Insgesamt hatte die Fahrt gute fünf Stunden gedauert.
Und jetzt regnete es immer weiter, aber das hinderte uns, nachdem wir unseren Bungalow in dieser sehr hübsch angelegten, recht kleinen Anlage mit wunderschönem Ausblick aufs Meer und dem besten Preis-Leistungsverhältnis bisher bezogen hatten, dennoch nicht daran, in den Pool zu hüpfen. Das Wasser war angenehm warm und da wir direkt mit anderen Deutschen ins Gespräch kamen, blieben wir einige Zeit dort. Nach der heißen Dusche lockte uns die Happy Hour (zwei Cocktails zum Preis von einem) an die Bar, wo wir für den Rest des Abends hängen blieben. Eigentlich hatten wir vorgehabt, in einem kleinen Thai-Restaurant eine Straße weiter zu essen, aber da wir das nette deutsche Ehepaar aus dem Pool wiedertrafen und sie sich auf ein paar Getränke zu uns setzten, aßen wir dann doch direkt vor Ort. Und zwar sehr, sehr lecker! Khao Soy nach Chiang Mai-Art, gebratenen Reis mit Shrimps und Nasi Gorang. (Das Paar mit ihren 10-jährigen Zwillingsjungs kommt übrigens aus der Nähe von Warendorf/Münster, Sven.)
So gingen wir nach dem einen oder anderen Cocktail und Bier leicht angetrunken ins Bett und stellten uns die Frage, ob wir es wirklich schaffen würden, am nächsten Morgen um halb sieben aufzustehen, um zur James Bond-Insel zu fahren.