Nachdem wir uns gestern Abend noch darüber unterhalten hatten, was wir doch bisher für ein Glück mit dem Wetter hatten, dass es immer nur dann geregnet hat, wenn wir im Auto, Tuktuk oder im Hotelzimmer waren, erwischte es uns dann heute nach einem reichhaltigen Frühstück doch noch. Wir hatten wohl vergessen, auf Holz zu klopfen! So fing es, kurz nachdem wir das Hotel verlassen hatten, um einen Stadtrundgang zu machen, heftiger an zu regnen, sodass wir umkehrten und doch mit unserem Auto herumfuhren. Auf dem Weg zum größten und schönsten Wat in der Innenstadt, der innerhalb des alten Mauerrings liegt, gerieten wir auf einmal auf eine Straße, die komplett überflutet war, da es auch gestern nach unserer Rückkehr ins Hotel den ganzen Abend schon stark geregnet hatte. Bevor wir die Straße passierten, warteten wir erstmal skeptisch ab, wie sich die uns entgegenkommenden Autos und Roller durch die Wassermassen kämpften, erst dann trauten wir uns auch. Als wir den Tempel besichtigt hatten, hatte es auch schon wieder aufgehört zu regnen.
Nach zwei weiteren Tempeln beschlossen wir, zum Flughafen zu fahren, um unseren Mietwagen zurückzugeben. Morgen früh fliegen wir nämlich so früh (7 Uhr) nach Bangkok, dass Avis noch nicht geöffnet hat. Leider sind die 1100 km von Bangkok nach Chiang Mai nicht ganz spurlos an dem Auto vorübergegangen, da wir uns einen kleinen Steinschlag an der Windschutzscheibe eingefangen hatten. Zum Glück waren die fünf Avis-Mitarbeiter aber allesamt nicht in der Lage, das entsprechende Formular auszufüllen, und so kamen wir ohne Zahlung einer Selbstbeteiligung davon, die wir ohnehin in Deutschland wiederbekommen hätten. In Thailand sind Glasschäden nämlich nicht grundsätzlich mitversichert. Anschließend aßen wir im Flughafengebäude ein für die Region typisches Nudelgericht, Khao Soi (Thai-Curry-Suppe), was uns ganz vorzüglich geschmeckt hat. Danach fuhren wir per Taxi zum Hotel zurück, machten uns kurz frisch und erkundeten per pedes unsere nähere Umgebung. Hierbei beobachteten wir den Aufbau der ersten Stände des Night Markets und konnten ein erstes Schnäppchen erzielen, eine „Billabong“-Boardshort für sechs Euro. Da wir keine Lust mehr auf eine weitere Erkundung der Stadt hatten, genossen wir noch ein Bierchen, bevor Seb die neuen Shorts im hoteleigenen Swimmingpool einweihte. Da sich der Himmel aber auch schon wieder bedenklich verfinsterte, beendeten wir unser Bad schnell wieder und ruhten uns noch ein wenig auf dem Zimmer aus. Zwischenzeitlich hatte es sich draußen eingeregnet, sodass wir uns entschieden, das Hotel nicht mehr zu verlassen und in einem der Restaurants ein Steak zu essen. Um ausreichend Schlaf zu bekommen (der Wecker wird um 4.45 Uhr klingeln und das Taxi um 5.15 Uhr auf uns warten), verzichteten wir auf das Schreiben des Reiseblogs, packten stattdessen unsere Koffer und gingen früh schlafen.