Nach einem fürstlichen Frühstück in der Skylounge setzten wir gegen 10 Uhr mit dem Shuttleboot zur River City über und nahmen von dort die public ferry flussaufwärts zum Grand Palace. Das Wetter war morgens sehr gut und so kamen wir schon ordentlich ins Schwitzen, da man den gesamten Bereich mit Wat Phra Kaeo und Grand Palace nur betreten darf, wenn man die Beine sowie die Oberarme bedeckt hat. Selbst mit FlipFlops wurden manche wieder weggeschickt, seltsamerweise aber nicht alle. Zuerst sahen wir uns den Tempelbezirk an, der außerordentlich prachtvoll ist. Vor allem der Bot, das zentrale Heiligtum, in dem der Smaragd-Buddha zu Hause ist, glitzerte mit vielen kleinen Steinchen verziert in tausend Farben in der Sonne. Um den Bot herum standen überall Figuren von Fabelwesen, die ebenfalls prächtig verziert waren, sowie ein Modell der kambodschanischen Tempelanlage Angkor Wat. Gut gefielen uns auch die Fresken, die die Wände des den Tempelbereich umgebenden Wandelgangs zieren und die Geschichte erzählen, wie Rama das Böse besiegt. Von dort aus ging es in den Bezirk des Königspalast, auf dem mehrere schöne Gebäude stehen, die man allerdings nur von außen bewundern kann.
Im Anschluss besuchten wir den Tempel des Ruhenden Buddhas, den Wat Pho, der eine 46m lange und 15m hohe mit Blattgold überzogenen Buddhastatue beherbergt, die unglaublich imposant ist.
Danach fuhren wir per Tuktuk zu einem weiteren Tempel, dem Wat Suthat. Leider konnten wir uns im Bot dieser Anlage die kunstvollen Fresken nicht richtig angucken, da hier gerade eine Messe – oder wie man das nennt – gehalten wurde, bei der ein Mönch den vielen vor ihm knieenden Menschen die ganze Zeit etwas erzählte, was sich in unseren Ohren manchmal wie Witze anhörte, zumal einige auch lachten. Vor dem Tempelbezirk warfen wir noch einen Blick auf die Giant Swing, das Gerüst einer 25m hohen Schaukel, auf der früher Schaukelwettkämpfe ausgetragen wurden. Diese wurden leider vor Jahren nach mehreren tödlichen Unfällen eingestellt.
Anschließend machten wir uns von dort zu Fuß auf die Suche nach einem im Reiseführer empfohlenen Restaurant, die leider fehlschlug, da wir der thailändischen Schriftzeichen nicht mächtig sind und der Name des Restaurant nur in westlicher Schreibweise angegeben war. Außerdem fanden wir am angegebenen Ort nur Garküchen an der Straße vor und nichts, was nach einem Restaurant aussah. Also handelten wir mit einem Tuktuk-Fahrer einen unserer Meinung nach angemessenen Preis aus und fuhren zum Siam-Center, schlenderten durch die Shopping-Malls, ohne etwas zu kaufen – die Markenware entspricht hier dem westlichen Preisniveau – und landeten zum Essen wieder im MBK, diesmal bei einem japanischen Restaurant, dem Fuji, wo es für mich gebratene Nudeln mit Fleisch gab und für Seb Tempura-Seafood und Curry.
Nachdem wir den Heimweg per Skytrain und Shuttleboot hinter uns gebracht hatten, suchten wir den direkten Weg zum Hotelpool, der wunderschön über dem Fluss gelegen ist. Leider war aber die Sonne schon verschwunden und ein immer schwärzer werdender Himmel kündigte einen monsunartigen Regenschauer an, sodass wir nach ein paar Bahnen das doch recht kühle Wasser des Pools wieder verließen und uns nach einer Dusche lieber wieder den kostenlosen Getränken und Häppchen in der Skylounge zuwendeten. Hier unterhielten wir uns lange mit einem deutschen Ehepaar im Alter unserer Eltern, die schon oft in Thailand und Asien unterwegs waren und uns einiges von ihren Reiseerfahrungen berichteten.
Zum Abschluss des Tages nahmen wir zu zweit noch einen Absacker auf der wunderschönen Terrasse der 360° Lounge mit traumhaftem Ausblick auf das nächtliche Bangkok, der leider auch dementsprechend teuer war.