Heute standen wir recht früh auf, um um 7.30 Uhr zum Vulkan Piton de la fournaise aufzubrechen. Da sich dieser gerne ab 10 Uhr in Wolken hüllt, wollten wir um kurz vor neun dort sein, was uns diesmal erstaunlicherweise auch gelang. Zum Glück, denn nach unseren ersten Ausblicken über die erweiterte Vulkanebene zog es sich bald zu und Nebel zog auf. Auf eine fünfstündige Wanderung zum eigentlichen Krater verzichteten wir, stiegen nur die vielen Stufen zur erkalteten Lava hinab und erklommen einen kleinen vorgelagerten Krater, der allerdings nur noch mit Steinen gefüllt ist. Nach der mühsamen Fahrt hinauf in die Berge über hunderte von Serpentinen hatte es sich auf der Höhe von 3000m merklich abgekühlt und statt über 30°C waren es nur noch 18°C. Beim Aufstieg zurück zum Parkplatz kamen wir aber dennoch ins Schwitzen. Auf dem Weg zurück durchquerten wir wieder die Ebene, die uns schwer an die apokalyptische Mondlandschaft aus Mad Max erinnerte.
Ein Stück weiter unterhalb erwarteten uns schon Alice` Eltern mit einem großen Picknick, zu dem wieder die meisten der Verwandten des gestrigen Tages dazu stießen. Nach ausgiebigem Essen mit der Spezialität Bichiques (klitzekleinen Fischchen) und gebratenem Hähnchen fuhren wir gegen drei wieder Richtung St. Joseph, endlich wieder ins Warme!
Um vier waren wir dann endlich am Strand von Vincendo, wo die Wellen heute besonders toll waren, sodass wir von den nächsten drei Stunden die allermeiste Zeit im Wasser verbrachten.
Nachdem wir im Supermarkt noch unsere Getränkevorräte aufgefüllt hatten, gab es leckeres Abendessen mit Schweinesamosas, Bouchons, Würstchen und Palmherzensalat.