31.12.2011 - Sylvester in Shorts (oder: Long Porc ist ein Arschloch)

Um kreolische acht Uhr (+30 min) fuhren wir zum Markt nach St. Pierre. Auch um diese frühe Uhrzeit war es schon sehr heiß und so schwitzen wir beim Bummel zwischen den Ständen entlang ganz ordentlich. Auf der einen Seite des Marktes wird Obst und Gemüse verkauft, wo sich für uns die Möglichkeit bot, einmal die Gemüse und Wurzeln, die wir schon gegessen hatten, in ihrem Urzustand zu sehen. An anderen Ständen konnte man auch lebende Hühner und Gänse kaufen, die dem Käufer einfach lebend in die Tüte gesteckt wurden.

Später guckten wir uns noch die beiden bunten Hindutempel in St. Pierre an und gingen danach noch ne Runde shoppen bei Pardon, einem réunionesischen Klamottenladen, in der Hoffnung dort T-shirts mit dem Logo des einheimischen Biers Bourbon (la dodo lé la) zu erstehen. Solche fanden wir zwar nicht, kauften aber stattdessen zwei andere schöne Shirts.

Anschließend legten wir noch einen Zwischenstopp bei Décathlon ein, wo Robert sich ein Bodyboard holte, bevor sich endlich Minhs werbeverseuchter großer Traum vom Long Porc bei Quick erfüllte. Dieser Burger stellte sich aber, wie von allen anderen auch schon vorher erwartet, als Enttäuschung heraus. Für die anderen gab es dann zu Hause noch eine kleine Mahlzeit bestehend aus Baguette, Aufschnitt und Kokosmarmelade sowie einem Fleischkuchen, der zwar mit Schwein gefüllt ist, aber dennoch süßlich schmeckt.

Nachdem Sebastian noch ein kleines Schläfchen gemacht hatte, fuhren wir mit Minh den anderen nach Vincendo zum Strand hinterher, wo wir den Rest des Nachmittags verbrachten, bevor wir uns für den Sylvesterabend schick machten und das große Festmahl erwarteten.

Dies begann mit einer Menge Langusten vom Grill, bevor es mit Schnecken in Kräuterbutter weiterging. Als Hauptgang gab es mariniertes und gegrilltes Schwein mit der teuren Spezialität Palmherzensalat. Dabei tranken wir natürlich jede Menge Bier, Rum, Wein und unterschiedliche Mixgetränke. Um Mitternacht feierten wir oben an der Straße und die Jungs hatten ihren Spaß beim Abfeuern der etwas mickrigen Raketen. Endlich mal böllern, ohne kalte Finger zu bekommen!Danach wurde die Musik aufgedreht und getanzt, bis wir ziemlich müde und angetrunken um vier Uhr ins Bett fielen.




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