Heute hat der Wecker ziemlich früh geklingelt (7.15h), damit wir direkt mit dem Öffnen der Tore bei Seaworld einfallen konnten, was im Nachhinein betrachtet durchaus sinnvoll war. So konnten wir nämlich die drei großen Fahrgeschäfte, die es dort gibt, ohne jegliche Wartezeit in Angriff nehmen. Den Manta, ein inverted roller coaster, in dem man zudem vornüber gekippt hängt, hat Sebastian noch ganz gut verkraftet, bei der Kraken-Achterbahn war es dann allerdings die ein oder andere Schraube zuviel für ihn. Die Wildwasserbahn verschaffte uns dann mehr Abkühlung, als uns lieb war, da wir in der ersten Reihe saßen und wirklich klitschnass wurden. Als erste Show besuchten wir, rückblickend betrachtet auch das Highlight, die Delphinshow, die außer den allseits bekannten Tricks der Delphine auch Akrobatikelemente von Trapezkünstlern und Turmspringer umfasste. Außerdem flogen immer wieder wunderschöne Aras durchs Publikum. Besonders faszinierend empfanden wir jedoch den Flug eines Kondors mit seinen wahnsinnig großen Schwingen einmal quer über unsere Köpfe hinweg. Einen so großen Vogel hatten wir beide noch nie fliegen sehen.
Nach der anschließenden Beobachtung der Seekühe war die Seelöwen- und Ottershow angesagt, etwas weniger spektakulär, dafür aber lustig. Bevor es dann zur großen Orca-Show ging, betrachteten wir Haie und diverse andere Meeresbewohner in shark`s encounter. Hier musste man die Haie auf einem Laufband stehend und durch die Röhre fahrend von unten anschauen, stehen bleiben war so leider nicht möglich.
Die Shamu-Show war dann vor allem für Sebastian leider etwas enttäuschend, da sie im Vergleich zu der Show, die er damals in San Diego gesehen hatte, deutlich unspektakulärer war. Beispielsweise waren zu keinem Zeitpunkt ein Orca und ein Trainer gleichzeitig im Wasser.
Im Anschluss „flogen“ wir per Flugsimulator in die Antarktis, wo wir uns „vor Ort“ ein Bild von der heimischen Tierwelt machen und Belugawale, Walrösser und einen Eisbären live sehen konnten. Es war interessant, die Wale und Walrösser per underwater view zu beobachten – ein Walross ist ja doch ganz schön groß! -, der Eisbär hingegen tat uns leid, weil er als alter Wanderer dort ein etwas kümmerliches Dasein fristet, wie eigentlich in jedem Zoo.
Nach einem überteuertem Mittagessen schlenderten wir Richtung Ausgang und entdeckten zu unserer großen Freude noch ein Becken mit Delphinen, in dem Muttertiere mit ihren Babys untergebracht sind. Hier standen wir mindestens zwanzig Minuten und betrachteten diese schlauen Tiere, die anscheinend genau registrierten, mit welchem Interesse sie beobachtet wurden, und uns immer wieder mit ein paar kleinen Manövern Freude machten.
Gegen 15h verließen wir Seaworld und fuhren per Shuttlebus zum nahegelegenen Aquatica. Dort verschafften wir uns durch einen anfänglichen kurzen Rundgang einen Überblick über die verschiedenen Wasserrutschen und sonstigen Attraktionen. Nachdem ein paar Fotos gemacht und ein Schließfach gemietet war, mussten wir endlich ins kühle Nass springen. Da man an den Rutschen leider mit langen Wartezeiten rechnen musste, ließen wir uns erstmal ein paar entspannte Runden in einem Partnerreifen durch einen Wasserstrudel treiben. Die Runde führte auch vorbei an dem Becken mit den Delphinen, durch das man rutschen kann. Wir konnten die Delphine durch die Glasscheibe allerdings wesentlich besser betrachten als diejenigen, die in zwei Sekunden in der Glasröhre durch das Delphinbassin rutschen. Nach einer Runde im Wellenbad mit angrenzendem Sandstrand starteten wir unsere erste Rutschpartie auf einer Rutsche, auf der man auf einer Matte mit dem Kopf voraus auf dem Bauch liegend ein ziemlich steiles Gefälle herunterrutscht. Sebastian war in unserem Turn der Schnellste, es liegen nämlich acht dieser Bahnen direkt nebeneinander. Danach hatten wir großen Spaß auf dem Walkabout, ein überdimensionales Wasserspielzeug, das man besteigen kann, von dem Rutschen abgehen und wo man auf alle möglichen Arten mit Wasser spritzen und andere Leute nass machen kann. Zu besonders viel Schadenfreude führen Bottiche alle Größen, die mit Wasser volllaufen und die man auf darunter stehende und nichts ahnende Personen entleeren kann. Die zwei größten Behälter befinden sich auf dem Dach, umfassen den Inhalt mehrerer Badewannen und schütten diesen alle paar Minuten aus.
Da wir morgen den ganzen Tag im Aquatica verbringen wollen und wir auch schon fast zehn Stunden unterwegs waren, machten wir uns langsam auf den Weg nach Hause, um nach einer Dusche noch einmal bei Chipotle zu Abend zu essen und im Surfshop nebenan zu stöbern und – welch Wunder – wieder einmal fündig zu werden.
Liebe Mama, dieses ist wahrscheinlich das erste, was du von uns hörst an deinem Geburtstag. Daher schon einmal alles Liebe und Gute von uns beiden. Lass dich heute mal ordentlich verwöhnen und feier schön. Wir hatten zwar überlegt um 18.30 Uhr (0.30 Uhr bei euch) anzurufen und dich aus dem Bett zu werfen, haben es uns aus Rücksicht auf dich jedoch anders überlegt und werden uns morgen früh melden.