Die Serengeti darf nicht sterben – 05.08.2010 – Tampa Bay

 

Spontan haben wir uns heute morgen dazu entschlossen, doch den heutigen Tag in Busch Gardens zu verbringen und uns morgen den entspannteren Tag im Aquatica zu gönnen. So sind wir um halb 9 auf der Interstate 4 60 Meilen Richtung Westen gefahren, denn der von der Brauerei Anheuser Busch gegründete Freizeitpark, der eine Mischung aus Zoo und Phantasialand ist, liegt nicht in Orlando, sondern in Tampa Bay. Wir hatten uns für diesen Park entschieden statt für Disney`s Animal Kingdom, da Busch Gardens auch zur Seaworld-Gruppe gehört und der Eintritt im Paket daher günstiger war. Außerdem bietet dieser Park eine größere Anzahl an Achter- und Wildwasserbahnen.

Kurz vor zehn betraten wir den Park, schlossen die Kamera weg und bestiegen die erste Achterbahn, eine Holzachterbahn ohne Inversions zum Warmwerden. Uns gefiel diese Bahn namens Gwazi jedoch nicht so gut, da man ganz schön durchgerüttelt wurde und dies in den harten Sitzen ziemlich auf den Rücken ging. Auf unserem Weg zum nächsten Fahrgeschäft kamen wir per Zufall an einer Tiershow vorbei, die gerade begann, sodass wir sie uns ansahen. Diese war ziemlich unterhaltsam, denn sehr viele verschiedene Tiere (z.B. Hunde, Katzen, Papageien, ein Hahn, ein Schwein, eine Ratte, ein Stinktier und ein Stachelschwein, ein Emu und ein Kranich, u.a.) führten ihre Kunststückchen vor.

Wieder begeisterten uns die wunderschön fliegenden und sehr cleveren Aras.

Das neue Highlight des Parks nahm danach allerdings nur Sebastian in Angriff, für Anne war der 61m hohe Lifthill (freier Fall) der Achterbahn Sheikra zuviel. Obwohl dies der Besuchermagnet ist, musste Sebastian dennoch nur 10min anstehen. Nach dem ersten freien Fall rast die Bahn nach einem etwas kürzeren zweiten freien Fall durch ein Wasserbecken und verursacht eine riesige Flutwelle, die die herumstehenden Zuschauer durchnässt und wirklich klitschnass macht. Diese Dusche gönnte sich Sebastian am Ende des Tages selbst noch einmal.

Da es wieder mal über 35°C waren, suchten wir eine Abkühlung und fuhren mit der Wildwasserbahn Tidal Wave, die nach einer gemütlichen Fahrt durch afrikanisch gestaltete Dörfer nur einen Höhepunkt besitzt, die abschließende Abfahrt. Hierbei wird eine so gigantische Welle erzeugt, dass diese selbst zur Attraktion geworden ist und immer einige Zuschauer auf der Brücke diese als willkommene Dusche erwarten. Wir selber sind allerdings nicht besonders nass geworden, so dass wir direkt die nächste Wildwasserbahn aufsuchen wollten, unterwegs jedoch noch den Sitting Coaster Kumba bestiegen. Diese Achterbahn hat neben diversen Korkenzieher-Elementen insgesamt sieben Inversions (Loopings) und bereitete Anne daher mehr Freude als Sebastian. Direkt daneben starteten wir unseren zweiten Versuch einer Abkühlung mit der River Rapids. Diese ähnelt dem River Quest im Phantasialand, jedoch ohne so steile Abfahrten. Auch hier blieben wir bis kurz vor Schluss weitestgehend trocken, was man von unseren Mitfahrern nicht sagen konnte, doch dann kreuzte ein Wasserfall unseren Weg, der uns bis auf die Unterwäsche durchnässte. Da wir eh schon klitschnass waren, stellten wir uns bei der dritten Wildwasserbahn an. Die Stanley Falls Flume ist eine klassische Wildwasserbahn, wie man sie seit Jahrzehnten aus dem Phantasialand kennt.

Zwischenzeitlich waren es mittlerweile 13.30 Uhr, Zeit für das Mittagessen. Dieses nahmen wir an einem Pizza-Pasta-Buffet (All you can eat) ein. Hier konnte man für 10,00$ nicht nur seinen Hunger, sondern auch seinen Durst stillen.

Vollgegessen nahmen wir uns nun den etwas ruhigeren Part vor und fuhren erstmal mit einem Bummelzug durch den halben Park. Hierbei durchquerten wir auch die „Serengeti“ und konnten einige Tiere aus nächster Nähe betrachten, wie z.B. Zebras, Nashörner, Giraffen, Antilopen, Gnus, usw. Auf den Geschmack gekommen schauten wir uns auf dem Weg zur Rhino Ralley einige andere Tiergehege im Park an. Bei der Rhino Ralley fährt man mit einem Jeep über holprige Wege und durch Wasser ebenfalls durch die Serengeti vorbei an vielen Tieren. Die Fahrt ist allerdings sehr kurz, so dass wir uns anschließend Zeit nahmen, die über den ganzen Park verteilten Tiergehege zu bestaunen. Neben vielen bunten Vögel, Affen, Tigern, Fischottern und Schlangen begeisterten uns besonders die Kängurus, die man zum Teil sogar streicheln konnte.

Die eigentlich noch geplante Fahrt mit der Achterbahn Montu ließen wir ausfallen, da unsere Füße schmerzten und wir noch eine einstündige Heimfahrt vor uns hatten, es zudem bereits nach 18.00 Uhr war. Auf der Rückfahrt nach Orlando gerieten wir auf halbem Weg in einen monsunartigen Regen, der uns ungefähr 20 Minuten begleitete. In Orlando angekommen kauften wir noch bei einem Walmart Supercenter (mit Obst, Gemüse und Sprudelwasser) Getränke und unser Abendessen ein.

Morgen geht es dann zur Erholung wirklich noch einmal ins Aquatica.

Busch Gardens hat uns gut gefallen und wir haben unsere Wahl nicht bereut. Diese gelungene Mischung aus Zoo und Freizeitpark überzeugte zudem durch recht kurze Wartezeiten. Nirgends mussten wir länger als eine Viertelstunde anstehen.

 

 



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