Wow!! – 20.07.2010 – New York

Was für ein Tag. Wir sind jetzt seit fast 24 Stunden auf den Beinen. Ich muss mich ganz schön quälen das Reisetagebuch zu beginnen. Anne liegt neben mir und schläft schon tief und fest. Wir haben hier immer noch fast 80°F (27°). Seit unserer Ankunft ist es ähnlich heiß wie in Deutschland, aber noch schwüler.

Wir sind heute um 8.00 Uhr (MESZ) aufgestanden und haben die restlichen Sachen gepackt, so dass wir um kurz nach 10.00 Uhr dann von meinen Eltern zum Flughafen nach Düsseldorf gebracht wurden und um 11.15 Uhr da waren. Zum Einchecken haben wir dann etwas länger gebraucht, da die Menschenschlange vor den Schaltern ziemlich lang war. Sogar so lang, dass ein Kamerateam dutzend Male versucht hat die Menschenmenge möglichst spektakulär in Szene zu setzen.

Sonst lief alles nach Plan und wir sind dann fast pünktlich um 13.45 Uhr gestartet. Der Flug war reichlich unspektakulär und trotz „nur“ 8 Stunden Flugzeit sehr zäh und anstrengend. Dementsprechend waren wir auch wenig begeistert, dass wir in New York erstmal wieder 30 Minuten warten durften, um endlich unsere Fingerabdrücke von allen Fingern und ein Foto aufnehmen zu lassen. Zumindest mussten wir dann nicht mehr allzu lange auf unsere Koffer warten, die wir mit schönen Aufklebern (u.a. FC Aufkleber) schnell wiedererkannt haben.

Kaum hatten wir den Flughafen verlassen, wurden wir auch schon überfallartig von allen möglichen Leuten angequatscht, dass wir doch deren Taxi nehmen sollen und die Yellow Cabs doch viel zu teuer seien. Dabei muss man wissen, dass es in New York offizielle gelbe und schwarze Taxis gibt. Die gelben Cabs kann man an der Straße heranwinken, was den schwarzen Taxis nicht gestattet ist. Hingegen darf man die gelben Cabs nicht per Telefon bestellen, was wiederum nur den schwarzen Taxis zugestanden wird. Da unterm Strich jedoch die gelben Cabs vertrauenswürdiger sind und wir uns zudem eh auf den Festpreis vom Flughafen nach Manhattan eingestellt hatten, sind wir dann auch ganz klischeehaft mit dem Inder Mr. Singh gefahren. Da gerade Rushhour war und Mr. Singh keine Zeit zu verschenken hatte, ist er auch entsprechend aggressiv gefahren. Trotzdem waren wir erstmal von den Eindrücken überwältigt, als wir die Skyline von Manhattan zum ersten Mal live gesehen haben.

Nach dann rund 14 Stunden Reisezeit waren wir endlich im Hotel Pennsylvania angekommen. Dieses machte einen ordentlichen Eindruck und liegt gegenüber von Macy’s und neben dem Empire State Building. Leider mussten wir auch hier erstmal 45 Minuten warten, bis wir endlich eingecheckt hatten. Auch wenn New York sehr hektisch wirkt, haben wir das Gefühl überall lange warten zu müssen.

Das Zimmer ist relativ klein, aber absolut ausreichend für die paar Tage hier. Wir haben uns auch nicht lange im Zimmer aufgehalten und sind direkt per Pedes die 7th Avenue herunter. Auf dem Weg haben wir dann beide ein kleines Stück Pizza gegessen und mussten erstmal auf das wilde Treiben hier klarkommen. Von allen Seiten kommen Menschen, man wird permanent angerempelt und es dauerte eine Weile bis wir den richtigen Flow hatten, um in der Masse mitzuschwimmen. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass wir durch die lange Reise nicht mehr so richtig schnell waren.

Wir haben uns dann erstmal gemütlich einen Überblick verschafft, den Times Square angeguckt, anschließend sind wir zum Rockefeller Center und zur St. Patricks Cathedral. Ehrlich gesagt, war uns das alles etwas hektisch und voll, so dass wir uns doch sehr gefreut haben in der St. Patricks Cathedral, die sehr an den Kölner Dom erinnert, etwas Ruhe zu finden. Als es dann so langsam dunkel wurde, sind wir auf den „Top of the Rock“ gefahren. Hier fährt man 65 Stockwerke in ca. 40 Sekunden hoch, was man nur an dem Druckausgleich in den Ohren wirklich merkt. Von oben bot sich dann ein herrlicher Blick über New York. Traumhaft. Und hier realisiert man dann erst so wirklich, wie hoch man eigentlich ist. Die Cathedral oder andere Hochhäuser erscheinen winzig. Wir haben viele tolle Fotos mit unserer neuen EOS gemacht, die bei solchen Bedingungen richtig Spaß macht.

Anschließend haben wir uns auch nur noch zu Fuß nach Haus geschleppt, jedoch wieder über den super vollen Times Square.

Da nun meine Energie auch aufgebraucht ist, wir zwischenzeitlich hier 23.45 Uhr haben (5.45 Uhr MESZ) und ich seit fast 24 Stunden auf den Beinen bin, mach ich Schluss und freue mich auf morgen.

Mein Fazit für heute: NY ist einfach riesig und gigantisch. Es hat seinen ganz eigenen Charme, wobei ich (und auch Anne) uns dann in Rom/Barcelona/Paris an unseren ersten Tagen wohler gefühlt haben und der Flair uns mehr zugesagt hat.



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