Nach einem äußerst ausgewogenen Frühstück bestehend aus Kaffee, O-Saft und Croissant auf die Hand ging´s in die Subway nach South Ferry. Dort angekommen freuten wir uns nach dem gestrigen hektischen Abend auf dem Times Square zunächst über Ruhe und Einsamkeit am Pier der Fähre zur Statue of Liberty und nach Ellis Island, bevor wir entdeckten, dass wir auf der anderen Seite eines Zelts uns doch wieder enormen Menschenmassen aussetzen und uns in eine lange Reihe Wartender einreihen mussten. Schwitzen war angesagt bei 84°F und knallender Sonne! Die Überfahrt zur Freiheitsstatue entschädigte jedoch mit einem tollen Blick auf Manhattan und die Brooklyn Bridge. Nach einem recht kurzen Aufenthalt auf Liberty Island – die Fotos mit der Freiheitsstatue waren gemacht – ging´s weiter nach Ellis Island und ins dortige Museum, das über die Einwanderer und ihre Ankunft in New York informiert. Da unsere Essenspläne durch eine plötzliche und nicht nachvollziehbare Räumung des Museums durchkreuzt wurden, machten wir uns direkt wieder mit der Fähre nach Manhattan auf, um dort endlich ein Bier in der Öffentlichkeit (Beer Garden) zu trinken. Das „Victory Brewery Weissbier“ ist jedoch nicht zu empfehlen. Ob es an den obligatorischen Plastikbechern lag, mag bezweifelt werden. Trotzdem kamen wir wieder zu Energie und erkundeten den Financial District, bis wir unterwegs mit einen köstlichen Take-Away-Salat aus einem Deli unsere Energiereserven aufgefüllt hatten. Anschließend gingen wir zu schwer bewachten New York Stock Exchange und weiter auf der Wallstreet zur Trinity Church, um dort ein bisschen die Kälte und Ruhe zu genießen. Danach gingen wir zu dem völlig uninteressanten Ground Zero, wo zumindest schon die Ansätze des Freedom Towers zu erkennen waren, der Rest war mit Bauzäunen eingehüllt. Zumindest die gewaltige Fläche lässt das Ausmaß des Anschlags erahnen. Auf dem Weg zum Haus des Kapitalismus (Woolworth Building) kehrten wir noch kurz in die gegenüber des ehemaligen Standorts der Twin Towers gelegene St. Paul’s Chapel. Da das Woolworth Building für Touristen geschlossen ist, ging es direkt zur City Hall am Fuße der Brooklyn Bridge weiter, die kurz darauf von uns bis kurz vor Brooklyn begangen wurde.
Hier boten sich viele Gelegenheiten für tolle Fotos. Dem Tipp unseres Reiseführers folgend, liefen wir danach zum Pier 17. Leider war es dort reichlich unspektakulär, so dass wir uns für ein kühles Heineken auf einer Terrasse entschieden. Doch auch hier sollte es nichts mit einem halbwegs schmackhaften Bier werden. Heineken war ausverkauft und stattdessen versuchte ich es mit dem nicht sehr leckeren Blue Moon. Der Name hätte einen schon stutzig werden lassen müssen. Zumindest hatten wir dort kostenlosen W-Lan-Zugang, so dass wir endlich Kontakt mit Till B., Trauzeuge von Till Z., aufnehmen konnten, um einen Treffpunkt für abends zu vereinbaren.
Nach dem nun schon weniger geschmeidigen Heimweg, wegen allmählich schmerzender Füße und völlig verschwitzen Shirts, schafften wir dann auch endlich ein Telefonat mit Till, um die letzten Details seines Tipps festzumachen.
Um 19.45 Uhr haben wir uns dann auf dem Schiff „Frying Pan“ getroffen, um dort einen sehr netten Abend zu verbringen und endlich ein halbwegs gescheites Bier (Brooklyn Lager) zu trinken (oder auch zwei). Nun sind wir endlich leicht angeheitert in unserem Hotel und versuchen uns gegenseitig wach zu halten, um diesen Eintrag zu beenden. Habe gerade mal mit Google Maps grob berechnet, wieviel wir heute gelaufen sind: circa 15km! Gute Nacht!