Wasserspiele im Eye of the Tiger – 24.07.2010 – Philadelphia

 

6.30h Weckzeit, duschen, Koffer packen, auschecken, schnelles Frühstück im Stehen und mit dem Cab zur Autovermietung in der 55th st.

Dort wurde uns ein Nissan Altima in weinrot übergeben, der uns in den nächsten zweieinhalb Wochen hoffentlich sicher bis nach Miami bringen wird. Trotz zunächst nicht funktionierender Navi fanden wir nach kurzen Startschwierigkeiten recht gut aus Manhattan heraus und fuhren, nachdem wir den Lincoln-Tunnel durchquert hatten, auf den Highway (Turnpike Richtung Süden). Seit wir dort den ersten Unfall bzw. die Folgen davon gesehen haben (ein riesiger SUV hatte einen Passat von hinten schräg gerammt, der danach völlig demoliert am Seitenstreifen stand, während am SUV kaum eine Schramme zu sehen war), bereiten uns die gerne dicht auffahrenden SUVs in unserem Rückspiegel ein etwas ungutes Gefühl. Ansonsten war die Fahrt jedoch recht entspannt.

Im Hotel in Philadelphia angekommen freuten wir uns sehr beim Anblick unseres Zimmers, das deutlich größer als das in NY ist, einen Jakusi im Zimmer (nicht im Bad!) mit traumhaftem Blick auf die Benjamin-Franklin-Bridge hat und insgesamt einen besseren Eindruck macht. Außerdem liegt das Hotel ziemlich zentral, sodass wir uns nach schnellem Einrichten in der Innenstadt wiederfanden und dort dank Sylvias Tipp den Reading Terminal Market ansteuerten, um uns ordentlich den Bauch vollzuschlagen mit Phillie Cheese Steaksandwich und indischem Essen, wobei uns die Entscheidung ob der extrem großen Auswahl an schmackhaftem Essen sehr schwer fiel. Derart gestärkt erkundeten wir kurz darauf den Historical Parc mit dem Liberty Bell Center, der Independence Hall sowie diversen anderen kleineren historischen Gebäuden, die jedoch größtenteils nicht sonderlich spektakulär waren. Nach den obligatorischen Fotos vor der Liberty Bell mit ihrem Riss warteten wir auf unsere Führung durch die Independence Hall, in der die Unabhängigkeitserklärung sowie die Verfassung unterzeichnet wurden. An diese Eintrittskarten waren wir nur durch Zufall gekommen, da die Führungen für den heutigen Tag eigentlich schon vergeben waren, doch genau in dem Moment, als wir einen der Parkranger um Informationen baten, gab jemand mehrere Karten zurück.

Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Philadelphia Museum of Art, um dort wie Rocky die Treppen zu erklimmen. Da der Weg jedoch weiter als gedacht und es zudem unsagbar heiß war (an die 40°C), freuten wir uns über einen kleinen Zwischenstopp an der Fontäne an der Love-Statue, um dort zumindest unsere Füße abzukühlen, während andere Einwohner diese Brunnen und Fontänen zu Freibädern umfunktionieren.

An der nicht endenden Treppe angekommen schossen wir das typische Foto in Rocky-Pose und beobachteten belustigt, wie andere ganze Filme mit ihren Cams drehten (in Kapuzenpulli bei den Temperaturen!!). Auch das Recken der Fäuste vor der Bronzestatue gehörte natürlich zum Programm. Völlig erschöpft und verschwitzt schlugen wir den Weg zurück zum Hotel ein und entdeckten einen kleinen Biergarten im Grünen, an dem wir natürlich nicht vorbeigehen konnten, hatten wir so etwas in New York doch vergeblich gesucht. Eigentlich wollten wir danach unser Abendessen erneut im Reading Terminal Market besorgen, der jedoch leider bereits geschlossen hatte, so dass wir einen Salat und eine Pizza mit extra Käse holten und im Hotelzimmer verspeisten.

Vollgegessen und erschöpft wartete diesmal jedoch ein Whirlpool zur Erholung auf uns, in dem wir den Tag entspannt ausklingen ließen mit einem Blick auf die nun beleuchtete Brücke und den Delaware River. Gekrönt wurde dieses noch von einer eisgekühlten Dose Becks. So könnte jeder Tag enden.

Auch wenn wir nur ein paar Stunden hier verbrachten, haben wir in der kurzen Zeit einen sehr positiven Eindruck von Philadelphia gewonnen. Trotz fast sechs Millionen Einwohner (1,5 Millionen in der Stadt) wirkte die Stadt im Vergleich zu NY völlig entspannt und sympathisch. Dieses lag nicht nur an den der niedrigeren Bebauung, sondern auch an den vielen gemütlichen Plätzen, Grünflächen und Märkten. Verschweigen darf man jedoch auch nicht, dass einem sehr viele Obdachlose begegneten. Nun geht es morgen weiter nach Washington DC, in die zweite Hauptstadt der USA nach Philadelphia, die die erste war.

Tagesroute: 15,7 km

http://www.gmap-pedometer.com/?r=3908561

 

 



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