Angekommen in den Tropen – 30.07.2010 Charleston

 

Nach einem diesmal etwas umfangreicherem Frühstück (es gab außer dem üblichen Kram noch Burger und salzige Weckchen sowie Haferschleim – von Anne wurde dieses Angebot jedoch verschmäht, die bei ihrem Bagel mit cream cheese blieb) ging es wieder für eine längere Strecke on the road. Heute mussten die gut 280 Meilen von Asheville nach Charleston zurückgelegt werden, die zum Glück komplett über die Autobahn führten. Sebastians Freude war perfekt, als ab der Grenze nach South Carolina die neue Höchstgeschwindigkeit von 70 mph angezeigt wurde. So schnell durften wir ja noch nie fahren!!

Infolgedessen brachten wir die Strecke doch wesentlich schneller hinter uns als die ähnlich lange am Tag zuvor, sodass wir nach viereinhalb Stunden (inklusive Tank- und Picknickpausen) unser Hotel in Charleston erreichten. Der Himmel hatte sich trotz knapp 40°C merklich verdunkelt und dicke Gewitterwolken waren aufgezogen. So war es nicht verwunderlich, dass es, gerade als wir nach dem Bezug des Zimmers besprachen, was wir als erstes unternehmen wollten, sintflutartig anfing zu regnen. (Einen Schirm besitzen wir übrigens immer noch nicht.) Da es kurzzeitig heller wurde und der Regen nachließ, wollten wir die Zeit nutzen und schnell los. Leider – bzw. glücklicherweise – ließ sich unser Safe jedoch nicht schließen, sodass erst wieder ein Techniker nach dem Rechten sehen musste. In der Zwischenzeit hatte es wieder so stark zu regnen begonnen, dass wir sofort klitschnass geworden wären, hätten wir uns auf den Weg gemacht. Manchmal sind kleine Pannen also durchaus hilfreich.

Nach kurzer Wartezeit kam dann aber schnell wieder die Sonne heraus und die dunklen Wolken verzogen sich. Die Hoffnung darauf, dass es sich vielleicht ein klein wenig abgekühlt hätte nach dem Regen, wurde allerdings sofort zunichte gemacht, als wir das Hotel verließen. Es war mindestens genauso heiß wie vorher und außerdem war es nun unerträglich schwül, sodass man direkt zu schwitzen anfing.

Die Gegend um unser Hotel herum ist nicht so schön und überzeugt – mal wieder – nur durch eine sehr hohe Fastfood-Restaurant-Dichte, ein paar Blöcke weiter jedoch sind die Straßen gespickt mit wunderschönen Südstaatenhäusern mit Veranda und verwunschenem Garten, nicht zu vergessen die Palmen neben den Eingängen. Diese Häuser strahlen einen besonderen Charme aus, sodass das Flair dieser Stadt uns direkt sehr gut gefiel. Heute machten wir erstmal nur einen sehr ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt, um uns zunächst einen Überblick zu verschaffen und die Stadt auf uns wirken zu lassen. Die meisten Sehenswürdigkeiten hatten mittlerweile eh geschlossen, da diese oft nur bis 17h geöffnet haben. So erfreuten wir uns also einfach nur der schönen Häuser und machten uns so langsam Richtung Hotel auf, um dort beim gegenüberliegenden McDonalds einen Southwest-Salat zu essen. Den Sonnenuntergang erlebten wir dann im Hotelpool, der sich auf einem Dach in der dritten Etage befindet.

 

 



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